Venusfliegenfalle

15.12.10

Wie bei vielen anderen auch, begann meine Fleischisucht mit der berühmten Venusfliegenfalle. Das war irgendwan im Mai 2008. Trotz der ganzen Vielfalt an Kultivare,  die es inzwischen gibt, bevorzuge ich die ganz normale Form. 2009 kam noch eine kleine 'Akai Ryu' dazu. Sie bildet tiefrote Fallen, die auch außen gefärbt sind.
Trotzdem hat die Gattung Dionaea hat nur eine einzige Art: Dionaea muscipula - die Venusfliegenfalle. Diese eine Art ist zudem nur in einem Umkreis von ca. 100 km, in Nord- und Süd Carolina,  um die Stadt Wilmington, beheimatet. Inzwischen soll es auch Auswilderungen geben - bspw. in Florida. Lange Zeit waren die Naturstandorte durch Sammeln der Pflanzen und Vernichtung des Lebensraums stark in ihrer Existenz bedroht. Inzwischen hat sich die Situation entspannt.

Die Venusfliegenfalle hat sich bei mir als sehr robuste Pflanze erwiesen. Sie gilt als bedingt winterhart, hat aber in Moorbeeten durchaus schon Temperaturen von -20°C ausgehalten.
Meine Versuche die Venusfliegenfalle den Winter zu überlassen und sie ohne Schutz draußen zu überwintern, sind jedoch kläglich gescheitert. Im Moorkübel waren die Rhizome im Frühjahr einfach nur noch Matsch. In Töpfe haben sie bei mir Temperaturen unter -5°C durchaus ausgehalten. Wenn es aber Dauerfrost mit tieferen Temperaturen gibt, wird es kritisch. Ich kann daher nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass die Venusfliegenfalle wirklich nur bedingt winterhart ist. Andere haben da mehr Glück - allerdings haben die meist große Moorbeete. Ansonsten aber, gibt es nicht viel, was einer Venusfliegenfalle Probleme bereitet. Sie übersteht alle möglichen Schlechtwetterkapriolen, die unser Klima so zu bieten hat. Auch die Angriffe der Vögel, die gern die Fallen aufpicken und an den Insektenkadavern naschen, kann diese Pflanze nicht schocken. Unser normales Tageslicht reicht aus, um den Lichtbedarf der Pflanze zu decken. Es ist nur auf einen möglichst sonnigen Standort zu achten. Je mehr Sonne die Pflanzen bekommen, desto besser wachsen sie. Meine Pflanzen bekommen auf dem Balkon ca. 6 Stunden volle Sonne ab, sofern sie scheint. Aber auch im Schatten messe ich noch ausreichend hohe Lux-Werte. Ich würde die Venusfliegenfalle immer draußen kultivieren, sofern es möglich ist. Das Wetter sorgt für robuste Pflanzen und die Menge an Beute, die sie draußen machen kann, wird man drinnen nie erreichen. Zu  Die Beutetiere sind zum großen Teil Fliegen. Gerade im Spätsommer fallen viele Weberknechte der Venusfliegenfalle zum Opfer. Die Spinnentiere werden durch die toten Insekten in den Fallen angelockt und werden selbst zur Beute - Weberknechte sind Aasfresser. Oft findet man auch Ohrenkneifer in den Fallen. Ansonsten geht alles in die Falle, was reinpasst oder aber auch noch ein gutes Stück raushängt. Das Fleischfressende Pflanzen die Beute nicht benötigen, ist ein Märchen. Die Pflanzen wachsen sehr viel besser und schneller, wenn sie regelmäßig Beute machen und es wirkt sich positiv auf die Blütenbildung aus.

Die Vermehrung der Venusfliegenfalle erfolgt im Grunde genommen von selbst. Die Pflanzen teilen sich jedes Jahr, teilweise auch mehrfach. Sie vermehrt sich also ständig vegetativ, ohne dass man etwas dazu tun muss. Wem das nicht genug ist, der vermehrt sie über Blattstecklinge. Man bricht einfach ein Blatt möglichst dicht an der Basis ab, so dass etwas Weißes vom Rhizom (oder Zwiebel) mit dran ist. Dann einfach in nassen Torf stecken und warten.
Eine weitere Möglichkeit ist die Vermehrung über Samen. Es dauert jedoch Jahre, bis aus einen Samenkorn, eine blühfahige Pflanze wird. Im Sommer 2009 habe ich zum ersten mal versucht Samen zu erhalten. Jedoch haben die Blüten keine Samen angesetzt. Die Blütenphase hat sich zudem sehr lange hingezogen. In dieser Zeit ist auch das Wachstum verlangsamt, da die Pflanzen alle Kraft zuerst in die Blüte stecken. Schlechtes Wetter mit Stürmen und Hagel und Starkregen, setzte dann den Blüten auch zu, bis ich dann alle Blüten abgeschnitten habe. Die Pflanzen wuchsen dann viel besser. Die Blütenbildung beginnt recht früh im Jahr. Mit den ersten Blättern kommen die Blüten. Bei mir auf dem Balkon ist das irgendwann im April. Etwa im Oktober gehen die Pflanzen in Winterruhe. Sie bilden kurze, teilweise kleine Blätter, Man sieht jetzt viele schwarze Blätter. Trotzdem sind die Fallen noch eingeschränkt fähig Beute zu machen, besonders, wenn der Herbst noch warme Tage zu bieten hat. Mit dem ersten Frost, bringe ich die Pflanzen dann zu ihren Überwinterungsplätzen im Doppelfenster. Ich habe hier praktisch ideale Bedingungen - ähnlich wie in einem Gewächshaus. Wenn es zu warm wird, öffne ich das Fenster einen Spalt nach außen. Auch bei starkem Frost, erreiche ich noch positive Temperaturen.

 
Die Winterruhe

Die Venusfliegenfalle benötigt zwingend eine Winterruhe, um sich dauerhaft gesund zu entwickeln. Sie kommt in der Natur in Nord- und Süd-Carolina, in den USA vor, wo es warme Sommer und kühle Winter gibt. Frost ist im Winter möglich, jedoch sind die Winter milder als in Deutschland. Die Venusfliegenfalle sollte eine Winterruhe mit Höchsttemperaturen möglichst unter 10°C erhalten. Bei dauerhaft wärmeren Temperaturen, kann man dann kaum noch von Winterruhe reden. Wer keinen Wintergarten und kein beheiztes Gewächshaus hat und zudem nicht gewillt ist, ein Zimmer im Winter unbeheizt zu lassen, kann die Venusfliegenfalle auch in unserem Winter draußen überwintern. Hierbei gilt, dass bei stärkerem Frost ein Schutz ratsam ist, da bei Temperaturen unter -10°C ein Risiko für die Pflanze besteht. Dieses Risiko ist im Moorbeet geringer, als in Töpfen und kleineren Kübeln. Eine Überwinterung bei Frost hat natürlich auch den Nachteil, dass die Pflanze komplett oberirdisch abstirbt und nur noch das Rhizom (Zwiebel) unter der Erde vorhanden ist, aus dem die Pflanze im Frühjahr neu austreibt. Das bedeutet auch, dass die Pflanzen viel später aus der Winterruhe erwachen und im Frühjahr länger brauchen, bis sie wieder Blätter und Fallen bilden. Eine Pflanze die frostfrei überwintert wird, startet auch früher ihre Vegetationsperiode, blüht früher und geht auch im Herbst wieder später in Winterruhe. Sie hat also allgemein eine längere Vegetationsperiode.

Wer die Pflanze frostfrei überwintern möchte, muss natürlich auch für mehr Licht sorgen. Allgemein gilt: Je wärmer die Überwinterung, desto höher der Stoffwechsel, desto höher der Lichtbedarf. Eine Pflanze die nur als Rhizom in hartgefrorener Erde überdauert, hat natürlich keinen Lichtbedarf mehr - der Stoffwechsel ist auf ein Minimum reduziert. Zu beachten ist bei der frostfreien Überwinterung noch, dass die Pflanze im Winter trockener gehalten wird, um ein Schimmelbefall oder das Faulen des Rhizoms zu verhindern. das Substrat darf jedoch nie austrocknen. Meine Pflanzen werden nur noch kühl und frostfrei überwintert.
Sobald der erste Frost kommt, kommen sie zu ihrem Überwinterungsplatz. Sie kommen dann möglichst früh im Jahr wieder raus, wenn es keinen Dauerfrost mehr gibt. Leichter Nachtfrost ist dabei kein Problem - das halten sie aus.

Hier ein Bild einer Umtopfaktion vom Frühjahr. Die Pflanze befand sich noch vollständig in Winterruhe. Das Weiße ist das Rhizom (Zwiebel). Die Blätter sind weitgehend abgestorben. Am Rhizom hängen die langen Wurzeln.

Die Funktion der Fallen

Die rote Farbe der Innenseiten dient dazu Insekten anzulocken. Der Rand der Fallen ist zudem mit einer Art Nektar versehen, der gerade Fliegen zu munden scheint. Ich habe oft Fliegen beobachtet, die den Rand der Venusfliegenfalle abgelaufen sind und  mit ihren Rüssel den Nektar aufgesogen haben. Nicht ganz so große Fliegen laufen mehrere Fallen ab, ohne ihnen zum Opfer zu Fallen. Es ist jedoch eine Frage der Zeit, bis sie dann doch mal die Falle auslösen.

Beide Fallenhälften haben auf ihren Innenseiten drei Fühlborsten. Wird eine oder zwei dieser Fühlborsten, unabhängig voneinander, innerhalb von ca. 20 Sekunden zwei mal hintereinander berührt, schnappt die Falle wie ein Fangeisen zu. Die "Zähne" der Venusfliegenfalle greifen dabei ineinander und wirken wie ein Käfig. Eine Flucht ist kaum noch möglich. Die Fallenhälften pressen sich nun immer weiter und immer fester zusammen. In der Falle wird das Insekt verdaut. Nach dem Verdauungsvorgang öffnet sich die Falle wieder. Was übrig bleibt ist der unverdauliche Chitinpanzer. Die Verdauung dauert je nach Größe der Beute mehrere Tage.

Die Fallen können bis zu dreimal Beute machen, bis sie schlussendlich absterben. Insgesamt kann sich eine Falle ca. sechsmal schließen ohne Beute zu machen. Also nicht so viel an den Fallen spielen - das setzt die Lebensdauer der Fallen herab. Eine gesunde Pflanze bildet aber im Sommer ständig neue Fallen, so dass ein Absterben einer Falle keine Tragödie ist. Freilandpflanzen verlieren ständig Fallen, ganz einfach, weil sie oft Beute machen - und selbstverständlich kommen ständig neue Fallen nach. Kein Grund also, beim Verlust einer Falle besorgt zu sein - es handelt sich hier auch nur um ein Blatt.

 

30.07.10

Nachdem der Winter einen Teil meiner Pflanzen gekillt hatte, gedeihen die Überlebenden in voller Pracht. Sie teilen sich und wuchern, so dass der Verlust verschmerzt werden kann. Hinzugekommen ist im Herbst 2009 noch eine Pflanze der Form 'Akai Ryu', eine Form die sich herrlich dunkelrot ausfärbt und aufrecht stehende Fallen aufweist. Die Blüten habe ich dieses Jahr frühzeitig gekappt, damit die Pflanzen besser wachsen. Trotzdem steigt der Wunsch in mir hoch, auch mal Samen zu ernten und eigene Jungpflanzen aufzuziehen. Im Frühjahr 2011 wird also die Blüte wahrscheinlich wieder dran gelassen und es wird ein zweiter Versuch unternommen, Samen zu gewinnen. Noch ist das aber Zukunftsmusik.

Dionaea muscipula 'Akai Ryu'. Aus der rechten Falle guckt das Bein eines Weberknechts. Diese aasfressenden Spinnentiere werden bei ihrer Suche nach toten Insekten selbst Opfer in den Fallen der Venusfliegenfalle und zählen im Hochsommer zur Standard-Beute.

Diese Pflanze wächst schon aus einigen Vegetationspunkten, d.h., sie hat sich schon vegetativ von selbst vermehrt. Man kann die Pflanzen jetzt teilen und erhält genetisch gleiche Klone. Ich teile die Pflanzen beim Umtopfen nur, wenn sie sich leicht von Hand trennen lassen. Wer genau hinsieht, erkennt im Bild ganz oben ein Blatt mit zwei Fallen. Ganz rechts sieht man zudem ein Blatt mit zwei ineinander gewachsenen Fallen. Solche Mutationen sind bei der Venusfliegenfalle nicht ungewöhnlich. Zwei solcher Mutationen an einer Pflanze sind schon seltener. Ich persönlich habe solche Mutationen zum ersten Mal - und das dann gleich an einer Pflanze.

 

01.10.10

Hier ein Bild von Dionaea vom beginnenden Oktober. Die Pflanzen stehen dort unverändert in außen hängende Balkonkästen. Die schwarzen Fallen lassen schon auf eine beginnende Winterruhe schließen. Die rote  und kleinere 'Akai Ryu' scheint schon völlig in Winterruhe zu sein. Es werden kleinere Fallen gebildet mit kurzen Blattstielen. In der Spätsommersonne haben sie sich nochmals wunderschön tiefrot ausgefärbt. Die normale, oder typische Form wucherte nochmal recht heftig im Spätsommer. Das ist der altbekannte Topf, man sieht es an den Mutationen, oben und rechts. Sie haben es nochmal so richtig wuchern lassen und ich denke das sieht so verdammt gut aus. Ich werde die Pflanzen dort noch bis zum ersten Frost hängen lassen und dann werden sie kühl überwintert.

05.04.11

Die Venusfliegenfalle begann etwa im Februar, neue Blätter auszutreiben. Wenig später folgten die Blütentriebe. Auf dem unteren Bild befinden sich inzwischen recht viele Pflanzen in einem 11cm Topf. Da unten schon langsam die Wurzeln rausgucken, habe ich dieses ganze Gewusel in einem 16cm Topf getan. Da ich in letzter Zeit immer wieder gelesen habe, dass die Venusfliegenfalle am Naturstandort in sehr sandigem Substrat wächst, habe ich eine Extraportion Quarzkies in den Topf gehauen. Ein 16cm Topf ist schon eine neue Dimension für mich in der Venusfliegenfallenhaltung. Sie werden bald diesen riesigen Topf zu wuchern und es wird phantastisch sein. Extra habe ich keine Pflanzen aus diesem Klumpen abgetrennt. Viel Platz für gesunde Pflanzen! Im Juli wird es spektakulär aussehen und es werden dann natürlich Bilder eingestellt. Der Blütentrieb wird diesmal nicht abgeschnitten. Ich denke, dass die Pflanzen genetisch gleich sind. Ich hoffe noch auf Blüten anderer Venusfliegenfallen, insbesondere meiner 'Akai Ryu', um kreuzbestäuben zu können. Sollte ich keine zeitgleichen Blüten bekommen, hoffe ich, dass trotzdem Samen angesetzt werden. Die Blüte nimmt viel Kraft in Anspruch und dauert einige Wochen - fast Monate, bis sie verblüht ist. Es wär schon schade, wenn das wieder alles umsonst wär.

15.04.11

Hier ein aktuelles Bild nach dem Umtopfen. Ich habe die Wurzelballen samt alten Substrat so belassen, wie es war. Eine Umgewöhnungsphase war nicht zu bemerken - die Pflanzen haben sich ohne Unterbrechung weiterentwickelt. Ich habe 8 Blütentriebe gezählt. Da werden sicher noch welche nachkommen. Meine anderen Pflanzen haben noch keine Blütentriebe. Das Wetter der letzten Tage war kalt, stürmisch und regnerisch. Den Pflanzen hat das nichts ausgemacht.

Es befinden sich noch einige alte Blätter vom Vorjahr an der Pflanze, aber auch schon viel frisches, junges Grün.

30.04.11

Es waren zusammen 10 Blütentriebe an diesem Klumpen Dionaea. Ich habe sie dann doch abgeschnitten. Die Pflanzen sind genetisch gleich und hätten sich vielleicht nicht untereinander bestäuben lassen. Da hab ich sie doch lieber für ein besseres Wachstum geopfert.

Trotzdem will ich dieses Jahr versuchen Samen zu bekommen. Die Akai Ryu und zwei andere Pflanzen der Normalform haben zeitgleich angefangen zu blühen. Sie liegen, warum auch immer, ca. vier Wochen, im Vergleich zu den großen Klumpen, in der der Entwicklung der Blüte hinten. Ich habe also auf jeden Fall genetisch unterschiedliche Pflanzen, die ich untereinander kreuzbestäuben kann.

 

 

25.05.11

Man liest ja immer, dass die Blüte die Venusfliegenfalle schwächt und man sie möglichst abschneiden sollte. Ich find das unzutreffend. Die Blütenphase ist ein natürlicher Bestandteil  der Bioöogie einer solchen Pflanze und dient der Vermehrung. Schwächen tut das den Pflanzen nicht wirklich. Es werden vielleicht nich soviele neue Blätter gebildet, weil die Blüte zum Zwecke der Vermehrung eine höhere Priorität hat. Oder sehen diese blühenden Exemplare schwächlich aus?

 

Das ist eine ganz normale Form der Venusfliegenfalle, wie ich sie mal im Baumarkt gekauft habe. Die Innenseiten der Fallen färben sich auch bei viel Sonne nur schwach rötlich aus.

Eine 'Akai Ryu'. In Japan wurde diese knallrote Form gezüchtet, die auch als 'Red Dragon' im Umlauf ist. Der rote Drache blüht und sieht dabei keineswegs schwächlich aus. Wer eine rote Form der Venusfliegenfalle bevorzugt, wird hier glücklich!

01.06.11

Man kann hier sehr gut eine neue, kleine Venusfliegenfalle sehen, die sich vom Hauptrizhom abgespalten hat. Das ist ein ganz junger Ableger, der sich dieses Jahr durch Rhizomteilung gebildet hat. Diese durch vegetative Vermehrung hervorgebrachten Pflanzen entwickeln sich sehr viel schneller als Sämlinge. In zwei Jahren wird es eine blühfähige, adulte Venusfliegenfallen sein. Bis dahin hat sie sich vom Hauptrhizom abgelöst und wird dann wohl von alleine abfallen.

Es ist gut möglich, dass bei dieser Pflanze noch diesen Sommer weitere Ableger enstehen werden. Eine Venusfliegenfalle vermehrt sich von selbst - man muss dazu nicht viel mehr tun, als ihnen Sonne und frische Luft zu gönnen.

 

 

 

24.06.11

Hier ein Bild der geöffneten Blüten. Ich habe sie schon gegenseitig mit einem Pinsel bestäubt und hoffe auf Samen.

Links sieht man einen dünneren, roten, noch ungeöffneten Blütentrieb, der zur 'Akai Ryu' gehört. Rechts befindet sich Drosera aliciae, die jetzt auch in voller Blüte steht.

Einen Tag später, hat sich dann die Blüte der 'Akai Ryu' geöffnet. Insgesamt ist sie graziler und die Blüte ist auch kleiner.

 

 

27.07.11

Nach einem sonnigen Frühjahr, gab es ein mehr oder weniger verregneten Sommer. Die Bestäubung der Blüten hat wohl zumindest teilweise geklappt. Ein wenig muss ich noch warten, bis die Samenkapseln gereift sind.

Wie erwartet, haben sich sich die Pflanzen, die ich im Frühjahr in einen 16er Topf umgetopft habe, schön ausgebreitet. Hier habe ich die Blütentriebe frühzeitig entfernt. Natürlich ist hier das Wachstum dichter, als bei einer Pflanze, die Kraft für Blüten- und Samenbildung aufwenden muss.

 

 

 

06.08.11

Die ersten Samen konnten heute geerntet werden. Die Bestäubung hat aber nur teilweise geklappt. Bei einige Samenkapseln haben sich die Samen nicht richtig entwickelt. Sieht aus, als ob sie verrottet sind. Das Wetter war auch eine Katastrophe, mit Dauerregen und Temperaturen unter 20°C. Ob es daran lag, weiß ich nicht. Immerhin reichen die geernteten Samen für meine Zwecke. Habe jetzt drei Anzuchtstöpfe angesetzt und die Samen sofort ausgesät. Die Töpfe befinden sich im Terrarium unter 14 Stunden Kunstlicht und gleichbleibender Wärme bis 30°C. Ich hoffe vor allem auf schön rote Klone. Es werden meine ersten selbstgezogenen Venusfliegenfallen sein. Ich denke die Chancen stehen gut, dass ich weitere Samen ernte. Die werde ich dann wohl abgeben.

 

 

12.09.11

Die Keimrate war anscheinend nicht so doll. Kann mir vorstellen, dass die Qualität der Samen unter dem verregneten Sommer etwas gelitten hat. Immerhin ich habe einige Sämlinge erhalten und es kommen noch einige nach. Die kleinen Fallen sind schon zu erkennen. Für meine Kamera sind die Pflänzchen noch zu klein. 

 

 

04.10.11

Hier ein Keimling der Venusfliegenfalle. Das Pflänzchen ist nur einige Millimeter groß. Trotzdem hat es voll funktionsfähige Fallen. Das Pflänzchen hat sich bisher recht schnell entwickelt, sodass ich ein (wenn auch unscharfes) Foto schießen konnte. Ich kultiviere die Sämlinge unter Kunstlicht, im Terrarium. Sämlinge der Venusfliegenfalle können die ersten beiden Jahre warm durchkultiviert werden, wie ich gelesen habe

21.11.11

Die kleinen Pflänzchen sehen jetzt nach echten Mini-Venusfliegenfallen aus. Viele sind es nicht geworden, weil der Sommer nicht richtig mitgespielt hat, aber für mich hat sich das gelohnt, einmal Samen zu ernten, auszusäen und kleine Venusfliegenfallen aufzuziehen. Künftig werde ich wieder den einfacheren Weg gehen und die Blüten abschneiden.

12.01.12

Die Sämlinge entwickeln sich gut. Ich habe sie gerade ein wenig vereinzelt, damit sie Platz haben. Ob die jetzige, teilweise sehr intensive Ausfärbung, auch später bei den adulten Pflanzen noch bemerkbar ist, ist eine andere Frage. Mir gefällt die Große Rote natürlich am besten. Auch die Blätter und die Fallenaußenseiten färben sich hier ein. Könnte ein Kind der Akai Ryu sein. Aber warten wir es ab, unter Kunstlicht färben sich die Pflanzen anders aus, als unter freiem Himmel.

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